Donnerstag, 14. Juni 2007
finisterre I (10.06.07)
don madiaz, 16:44h
unsere heutige letzte etappe war die landschaftlich schoenste des ganzen caminos. das beste eben ganz zum schluss...
wir naehern uns dem meer auf einer hochebene mit vielen schoenen tiefblicken. oftmals erahnen wir in der ferne schon das meer, sind uns aber nicht sicher.
der erste richtige panoramablick auf die weite des atlantiks ist dann einfach nur sensationell. ein augenblick, auf den wir drei uns seit langem freuen. wir passieren die ersten hafenstaedte. alles ist noch in grau gehuellt und wirkt wenig einladend.
kurz darauf reisst es - genau im richtigen moment -auf. wir passieren mehrere weisse traumsandstraende und die sonne laesst das wasser blau-tuerkis leuchten. in einem nobelrestaurant belohnen wir uns mit zwei glaesern galicischen weissweins aus herrlich klingenden glaesern.

auf dem eigenen strand des restaurants raekelt sich gerader mal ein badewilliger. etwas beschwipst gehen wir die letzten 7 km unseres caminos an. warum haben wir nicht schon viel eher bemerkt, dass es grossen spass macht, angetrunken zu pilgern ;o)
wir erreichen den langgezogenen strand von finisterre.

wir troedeln hier noch etwas herum und genissen die vom strand und vom rauschenden meer ausgehenden urlaubsstimmung. nur mit viel muehe koennen wir cristina von einer siesta abhalten ;o)

finisterre ist ein nettes kleines fischerdorf mit einer vorgelagerten haesslichen neustadt. das dorf selber hat sich aber seinen kauzigen charme bewahrt. wir suchen uns in einem hostal ein dreibettzimmer fuer 30 euro pro nacht.

vom dorf aus sind es noch ungefaehr 3 km zum kap mit dem leuchtturm und den sprichwoertlichen sonnenuntergaengen. wir haben uns mit sidart zum picknick verabredet. leider haben wir nicht daran gedacht, dass heute sonntag ist. wir besorgen uns bocadillos und eine falsche weisswein. das muss reichen.
leider spielt das wetter nicht mit. wind kommt auf und treibt wolken ueber den rand des kaps. es zieht sich immer zu und faengt schliesslich zu regnen an.

wir machen trotzdem die obligatorischen touribilder am kilometersstein mit den 0.00 km.

nicole verbrennt ihre bluse, die beim letzten trocknen doch arg litt. ein aelterer deutscher legt seine xxl-feinripp-unterhose mit deutlich gelb-braunen pilgerspuren nach. so macht man das hier eben. aus allerlei ecken kommt qualm und der geruch von verbrannten atmungsaktiven material.
ueber ein paar felsen geht es nach dem leuchtturm weiter an das definitive ende der welt. allerspaetestens an diesem punkt ist der camino nun endgueltig zu ende. weiter kann man wirklich nicht mehr in diese richtung gehen. wer hier aufsteht und sich herumdreht, hat bereits den ersten schritt eines neuen weges mit einer anderen richtung gemacht. vielleicht faellt es cristina auch deswegen so schwer, zu gehen. uns anderen ist der wind und der regen zu stark.
wir fluechten uns in die bar neben dem leuchhturm. wir sind erstaunt. eine derart schnucklige bar haetten wir von aussen gar nicht vermutet. leider aber bedienen zwei bocklose teenies und ziehen bei jeder bestellung einen flunsch. schade eigentlich. aus diesem ort koennte man mit dem richtigen personal und einigen ideen viel machen...
wir trinken zuegig aber ohne hast die weissweinvorraete der bar leer. sidart berichtet von einem denkwuerdigen outdoor-kack-erlebeniss. einmal sass er dirket am wegesrand und konnte sich nicht mehr rechtzeitig fluechten. den vorbeigehenden pilgern hat er dann kackenderweise und grinsend einen "buen camino" gewunscht. ich lache mich ueber diese vorstellung schlapp. im laufe des abends bekomme ich deswegen immer wieder lachattacken...
bei orkanartigen wind und dichtem nebel treten wir schliesslich den heimweg an. im hintergrund hoeren wir immer wieder das nebelhorn eines vorbeifahrenden schiffes...tja, kein sonnenuntergang heute. das wetter ist hier wohl oefters so. nicht umsonst heisst es auch "costa del morte" (todeskueste). einige schiffe kamen hier schon in seenot...
wir naehern uns dem meer auf einer hochebene mit vielen schoenen tiefblicken. oftmals erahnen wir in der ferne schon das meer, sind uns aber nicht sicher.
der erste richtige panoramablick auf die weite des atlantiks ist dann einfach nur sensationell. ein augenblick, auf den wir drei uns seit langem freuen. wir passieren die ersten hafenstaedte. alles ist noch in grau gehuellt und wirkt wenig einladend.
kurz darauf reisst es - genau im richtigen moment -auf. wir passieren mehrere weisse traumsandstraende und die sonne laesst das wasser blau-tuerkis leuchten. in einem nobelrestaurant belohnen wir uns mit zwei glaesern galicischen weissweins aus herrlich klingenden glaesern.

auf dem eigenen strand des restaurants raekelt sich gerader mal ein badewilliger. etwas beschwipst gehen wir die letzten 7 km unseres caminos an. warum haben wir nicht schon viel eher bemerkt, dass es grossen spass macht, angetrunken zu pilgern ;o)
wir erreichen den langgezogenen strand von finisterre.

wir troedeln hier noch etwas herum und genissen die vom strand und vom rauschenden meer ausgehenden urlaubsstimmung. nur mit viel muehe koennen wir cristina von einer siesta abhalten ;o)

finisterre ist ein nettes kleines fischerdorf mit einer vorgelagerten haesslichen neustadt. das dorf selber hat sich aber seinen kauzigen charme bewahrt. wir suchen uns in einem hostal ein dreibettzimmer fuer 30 euro pro nacht.

vom dorf aus sind es noch ungefaehr 3 km zum kap mit dem leuchtturm und den sprichwoertlichen sonnenuntergaengen. wir haben uns mit sidart zum picknick verabredet. leider haben wir nicht daran gedacht, dass heute sonntag ist. wir besorgen uns bocadillos und eine falsche weisswein. das muss reichen.
leider spielt das wetter nicht mit. wind kommt auf und treibt wolken ueber den rand des kaps. es zieht sich immer zu und faengt schliesslich zu regnen an.

wir machen trotzdem die obligatorischen touribilder am kilometersstein mit den 0.00 km.

nicole verbrennt ihre bluse, die beim letzten trocknen doch arg litt. ein aelterer deutscher legt seine xxl-feinripp-unterhose mit deutlich gelb-braunen pilgerspuren nach. so macht man das hier eben. aus allerlei ecken kommt qualm und der geruch von verbrannten atmungsaktiven material.
ueber ein paar felsen geht es nach dem leuchtturm weiter an das definitive ende der welt. allerspaetestens an diesem punkt ist der camino nun endgueltig zu ende. weiter kann man wirklich nicht mehr in diese richtung gehen. wer hier aufsteht und sich herumdreht, hat bereits den ersten schritt eines neuen weges mit einer anderen richtung gemacht. vielleicht faellt es cristina auch deswegen so schwer, zu gehen. uns anderen ist der wind und der regen zu stark.
wir fluechten uns in die bar neben dem leuchhturm. wir sind erstaunt. eine derart schnucklige bar haetten wir von aussen gar nicht vermutet. leider aber bedienen zwei bocklose teenies und ziehen bei jeder bestellung einen flunsch. schade eigentlich. aus diesem ort koennte man mit dem richtigen personal und einigen ideen viel machen...
wir trinken zuegig aber ohne hast die weissweinvorraete der bar leer. sidart berichtet von einem denkwuerdigen outdoor-kack-erlebeniss. einmal sass er dirket am wegesrand und konnte sich nicht mehr rechtzeitig fluechten. den vorbeigehenden pilgern hat er dann kackenderweise und grinsend einen "buen camino" gewunscht. ich lache mich ueber diese vorstellung schlapp. im laufe des abends bekomme ich deswegen immer wieder lachattacken...
bei orkanartigen wind und dichtem nebel treten wir schliesslich den heimweg an. im hintergrund hoeren wir immer wieder das nebelhorn eines vorbeifahrenden schiffes...tja, kein sonnenuntergang heute. das wetter ist hier wohl oefters so. nicht umsonst heisst es auch "costa del morte" (todeskueste). einige schiffe kamen hier schon in seenot...
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