Mittwoch, 30. Mai 2007
villafranca del bierzo
gestern abend beim abendessen waren wir alle doch sehr "destroyed". fuer heute haben wir uns daher nur 22 km vorgenommen. wir wollen es langsam angehen lassen. die nacht im luftschutzkeller war weniger schlimm als erwartet. wir alle haben gut geschlafen...

wir goennen uns heute zum fruehstueck etwas besonderes und gehen in eine churreria. als spezialitaet wird dort gibt das tradtionelle andalusische fettgebaeck (churros) frisch zubereitet. dazu wird eine aeusserst dickfluessige und wunderbare trinkschokolade gereicht. das eintunken der churros erinnert an schoko-fondue. da es ausserdem einen herrlichen cafe con leche und wellness-sanitaer-anlagen gibt bleiben wir fast eineinhalb stunden. dies entspricht ziehmlich genau 4000 kilokalorien pro person...



die sueafrikanerinnen brechen kurz vor uns auf. annerie laesst ihren foto liegen, den wir ihr aber mitnehmen. als wir ihn ihr bei der ersten pause erreichen, ist sie uebergluecklich, da er fuer sie einen sehr hohen ideellen wert hat. sie hatte sogar schon geweint...

der weitere weg verspricht easy-going. spaetestens alle 5 km wartet gibt es eine bar...ich habe tims furchtbare karnevalsgesaenge von gestern noch im ohr und schlage listig vor, dass wir jeweils bis zur naechsten bar schweigend und jeder fuer sich laufen werden. chr. und nic. sind sofort feuer und flamme fuer diese idee. es ist zwar toll in dieser gruppe zu laufen, manchmal brauche ich aber trotzdem zeit fuer mich. chr. und nic. geht es wohl auch so. es ist aber toll: keine verpflichtungen...

wir halten das schweigen tatsaechlich durch. ich nutze das es fuer aufmerksamkeitsuebungen und versuche die immer toller werdende landschaft mit allen sinnen so intensiv wie moeglich aufzunehmen. es geht durch alte zerfallene doerfer, wunderschoene weinberge, gruene waelder, obstbaeume und bunte blumenwiesen. das alles wird von gruenen berglandchaften eingerahmt. ich wandere mich mal wieder in meditation...

zum mittag nehmen wir die fast schon obligatorishen bocadillos con tortilla.



nach der mittagspause bleiben wir zusammen und wandern weiter durch obstbaeume und weinberge. wir stehlen kirschen, machen eine halbe stunde siesta in der sonne mit tollem blick und haben es heute gar nicht eilig anzukommen. wir sind mittlerweile komplett anders (vor allem langsamer!) unterwegs. noch vor zwei wochen hetzten wir bis spaetestens mittag in die alberguen. gut, dass es jetzt mehr plaetze gibt... gegen 16:00 uhr erreichen wir die albergue, wo die maedels aus suedafrika betten fuer uns reserviert haben und uns mit einem sehr ueberschwenglichen "hhhheeeeeeeeellllllllllllllloooooooooo!" empfangen. der hospitalero wirkt wie ein ex-junkie, der noch heute gerne seine mahlzeiten raucht...hygienisch ist auch mal wieder nicht alles einwandfrei. sber was solls? wir sind uns einig, dass wir einen tollen tag hatten. und direkt vor uns liegen die beiden koenigsetappen des jakobsweges auf dem camino duro. laut fuehrer soll die landschaft bis santiago ausschliesslich wunderschoen sein...

noch 177 km!

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177 km...
Hallo Mazy!

Da biste aber echt fix unterwegs gewesen, wenn du nun nur noch "so wenige" Kilometer vor dir hast. Wie wirst du denn die restliche Zeit dort verbringen, bis Andrea zu dir kommt? Bestimmt mit Chr., Nic. und Tim unterwegs sein und weitere Städte und die Kultur genießen oder?

Wünschen dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg auf dem Weg!

Liebe Grüße
Kathrin & Markus

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